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Borderline

Das Borderline Syndrom bezeichnet eine Störung die auf der Grenze (nach dem englischen Wort border) zwischen einer neurotischer und psychotischer Störung angesiedelt ist. Es handelt sich um eine Vielzahl von verschiedenen Störungen, wie der Name Syndrom schon sagt. Von Borderline Störung spricht man, wenn nach dem gängigen Klassifikationssystem der Psychiatrie eine bestimmte Anzahl der unter diesem Syndrom zusammengefassten Störungen vorhanden sind.

Symptome einer Borderline Störung

Die Symptome eines Borderline Syndroms sind zum Beispiel eine instabile Beziehung zu anderen und zu sich selbst. Die Verhaltensweisen dieser Menschen sind oft paradox und schnell wechselnd. Der Patient zeigt eine ausgesprochene Impulsivität in seinen Handlungen. Die Gefühle sind schlecht beherrschbar wie starke Angst, Wut und Reizbarkeit. Selbstschädigendes Verhalten tritt auf, zum Beispiel zu viel Geld ausgeben, zu viel essen, zu schnell Auto fahren, Drogenmissbrauch und ausufernde Sexualität. Alle diese Symptome sind in geringer Ausprägung normal.
Begleitet wird das Borderline Syndrom von vielen anderen Störungen wie Depressionen, Dissoziationen und selbst schädigendes Verhalten bis hin zum Suizid.

Auslöser für eine Borderline Störung

Die Borderline-Störung lässt sich oft auf traumatische Erlebnisse wie auch körperlichen Misshandlungen zurückführen, die das Kind nicht verarbeiten kann.

Die Borderline-Störung lässt sich oft auf traumatische Erlebnisse, wie auch körperlichen Misshandlungen zurückführen, die das Kind nicht verarbeiten kann.

Auslöser für Borderline Störungen kann ein extremes Trauma sein. Zum Beispiel langdauernde Bedrohung und Todesangst oder eine extreme Vernachlässigung oder Misshandlung in der Kindheit lösen manchmal eine solche Störung aus. Normalerweise beginnt die Störung in der Kinkheit oder der frühen Jugend. Als Hospitalismus bezeichnet man Schäden, die durch schlechte Pflege und emotionale Vernachlässigung in Heimen entstehen.

Deprivation als Auslöser einer Borderline Störung

Deprivation sind Schäden die durch Vernachlässigung entstehen. Dies ist oft bei Unterbringung in Heimen, Krankenhäusern oder Gefängnissen der Fall, wenn die seelische und emotionale Zuwendung dauerhaft fehlt, beziehungsweise die Kontaktpersonen oft wechseln. Dies kann auch der Fall sein, wenn die körperliche Pflege und Versorgung ausreichend ist. Bei den Betroffenen zeigen sich Symptome wie die Unfähigkeit Kontakt aufzunehmen oder auch ein ungehemmtes Kontaktverhalten. Das Verhalten kann aggressiv oder depressiv und teilnahmslos sein.

Wolfskinder und Kaspar Hauser Syndrom

Vernachlässigte Kinder zeigen ein unterschiedlich großes Spektrum an Behinderungen. Das Kaspar Hauser Syndrom wird so bezeichnet nach einem Kind das aufgefunden wurde und von dem keiner wusste von wo es herkam oder wie es aufgewachsen war. Man gab ihm den Namen Kaspar Hauser. Manche Kinder holen ihren Rückstand wieder auf, wenn man sich um sie kümmert, anderere nicht. Die sogenannten Wolfskinder wurden nach einer Sage benannt, nach der Kinder von Wölfen groß gezogen wurden und deren Verhalten annahmen. Um die Kinder ranken sich viele Legenden, die aber wissenschaftlich zum größten Teil unhaltbar sind. Meist handelt es sich wohl um von Geburt an behinderte Kinder oder um Kinder, die extrem vernachlässigt und dann ausgesetzt wurden.